Thema: HEIMAT? – MUSIKPRAXIS IN OSTASIEN

DIE TONKUNST, Januar 2020, Nr. 1, Jg. 14 (2020), 112 Seiten

Die neuzeitliche künstlerische Zueignungskultur, die sich im Spannungsfeld von utilitaristisch motivierten und bekenntnishaften Konzepten bewegt, ist bislang in Einzelfällen, nicht aber interdisziplinär auf ihre Gemeinsamkeiten hin befragt worden. Dabei bedeutet das Phänomen der Widmung für das 19. und frühe 20. Jahrhundert weit mehr als eine nur private Austausch- und Geschenkbewegung zweier Individuen. Mit ihrer medialen, repräsentativen oder explizit öffentlichkeitswirksamen Semantik kommt ihr im Rahmen künstlerischer Netzwerke und Identitätsbildungen eine bedeutende Rolle zu: Sie steht als Paratext an einer komplexen Schnittstelle von Kunstwerk und Welt, sie kann als ästhetisches oder politisches Bekenntnis gelesen werden, und sie provoziert Reaktion und Reflexion. Im sozialen Handeln der am Widmungsakt beteiligten Personen ermöglicht sie intertextuell und intermedial zahlreiche Anschlussmöglichkeiten. Das Januar-Themenheft der TONKUNST versammelt Beiträge aus der Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Musikwissenschaft und wird das Widmungs-Phänomen interdisziplinär beleuchten.


Unterstützt durch:
<< alle Ausgaben
HEIMAT? – MUSIKPRAXIS IN OSTASIEN
WIDMUNGEN IN DER MUSIK

login
Bitte loggen Sie sich hier ein,
um die Ausgabe online zu lesen.
Inhalt
(150,32 KB )
Leseprobe
(234,93 KB )
Als PRINT-AUSGABE erhalten
(EUR 25.- zzgl. Porto)
Weitere Ausgaben

Juli 2018
HEIMAT UND KUNSTMUSIK. HEUTE
Juli 2012
MUSIK AM PRAGER HOF RUDOLFS II.
April 2019
SPEICHER MUSIKALISCHEN WISSENS
Oktober 2015
MUSIKARCHÄOLOGIE
Juli 2013
SALVATORE SCIARRINO
Juli 2024
BUSONI – KOSMOPOLIT DER MODERNE
Januar 2019
MUSIK UND FRIEDEN IN DER FRÜHEN NEUZEIT
Oktober 2014
KOMPONISTENWITWEN
^